2025-03-07 14:14:43
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Australien wappnet sich für Zyklon "Alfred" - 80.000 Haushalte ohne Strom

(AFP) Mit umgestürzten Bäumen und Stromausfällen hat sich im Osten Australiens am Freitag der herannahende Wirbelsturm "Alfred" angekündigt. An der dichtbesiedelten Küste waren rund 80.000 Haushalte ohne Strom.

Am Freitagmittag (Ortszeit) befand sich der Zyklon 125 Kilometer östlich der Stadt Brisbane. Die Meteorologiebehörde ging davon aus, dass "Alfred" am Samstag die Küste erreicht.

Mehr als vier Millionen Menschen leben in dem Durchzugsgebiet von "Alfred" - einem 300 Kilometer breiten, dicht besiedelten Küstenabschnitt der Bundesstaaten Queensland und New South Wales.

In der Region waren am Freitagmorgen nach Behördenangaben 80.000 Haushalte ohne Strom, nachdem von starken Windböen entwurzelte Bäume auf Strommasten stürzten.

Der Sturm habe schon "kräftig zugeschlagen", sagte Queenslands Premierminister David Crisafulli. Er warnte, die Lage drohe sich noch zu verschärfen, wenn der Zyklon auf Land treffe.

An der Landzunge Point Danger im äußersten Süden der Gold Coast wurde eine Yacht vom Sturm losgerissen und auf Felsen geschleudert.

In einem Vorort der Stadt Gold Coast konnten sich zwei Menschen aus einem Haus retten, nachdem ein Baum auf ihr Dach gestürzt war, wie die Rettungsdienste von Queensland mitteilten.

In New South Wales mussten laut Rettungsdienst insgesamt 10.000 Menschen vor Überschwemmungen in Sicherheit gebracht werden.

Mit Sorge blickten die Behörden auf die Stadt Lismore, die im Jahr 2022 nach heftigen Regenfällen von 14 Meter hohem Rekordhochwasser überschwemmt worden war.

Zahlreiche Australier hatten sich schon seit Tagen auf den herannahenden Zyklon vorbereitet, ihre Häuser mit Sandsäcken abgesichert und Lebensmittelvorräte angelegt.

"Viele Leute haben Angst, weil man absolut nicht weiß, was passieren wird", sagte Paul Farrow aus der Küstenstadt Coolangatta an der Grenze zwischen New South Wales und Queensland der Nachrichtenagentur AFP. "Wir könnten alle unsere Häuser verlieren", sagte der 62-Jährige besorgt.

Australiens Premierminister Anthony Albanese rief die Menschen in der Region auf, sie sollten "das Beste hoffen und sich auf das Schlimmste vorbereiten".

"Wenn die Natur schwere Schäden anrichtet, sind die Australier am Allerbesten. Wir halten zusammen. Wir passen aufeinander auf. Wir achten auf unsere Nachbarn", sagte Albanese vor Journalisten.

Nach Angaben des Wetterdienstes soll "Alfred" wahrscheinlich am Samstag die australische Küste erreichen.

Erwartet wurden Wolkenbrüche, zerstörerische Windböen und gewaltige Wellen an der Küste.

Anders als in den warmen Gewässern an der Nordküste Australiens ist sind Wirbelstürme an der Ostküste mit ihren kühleren Gewässern selten. Zuletzt traf dort vor mehr als 50 Jahren ein tropischer Wirbelsturm auf Land.

ck/gt

KW

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