2025-04-01 10:58:01
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Überschattet von Trumps Drohungen: Kommunalwahlen in Grönland

(AFP) Überschattet von den Annektierungsdrohungen von US-Präsident Donald Trump haben in Grönland am Dienstag Kommunalwahlen stattgefunden. Trotz der internationalen Schlagzeilen wurde der Wahlkampf von lokalen Themen wie Gesundheit, Wohnungsbau, Tourismus und Bergbau dominiert.

Erst vor drei Wochen hatten die Menschen in Grönland ein neues Parlament gewählt.

Trump hatte am Sonntag seine Ansprüche auf die zu Dänemark gehörende Insel erneuert: "Wir werden Grönland bekommen. Hundertprozentig", sagte er in einem Interview im US-Sender NBC News.

Grönlands neuer Regierungschef Jens-Frederik Nielsen wies Trumps Ansprüche vehement zurück. "Sagen wir es ganz klar: Die USA bekommen Grönland nicht", schrieb Nielsen am Sonntagabend im Online-Netzwerk Facebook.

"Wir gehören niemand anderem. Wir entscheiden über unsere eigene Zukunft."

Grönland in seit 1979 in vielen Bereichen autonom, doch entscheidet etwa über die Außen- und Verteidigungspolitik noch immer die ehemalige Kolonialmacht Dänemark. Auf der größten Insel der Welt leben rund 57.000 Menschen.

Im Boden lagern wertvolle Rohstoffe, die bisher kaum genutzt werden.

Nielsen hatte in der vergangenen Woche Verständnis dafür geäußert, dass sich die Grönländer wegen der diplomatischen Spannungen "unwohl" fühlten. Er hatte zudem US-Vizepräsident JD Vance für einen Besuch auf dem einzigen US-Militärstützpunkt auf der Insel am Freitag kritisiert.

"Unsere Botschaft an Dänemark ist sehr einfach: Sie haben keine gute Arbeit für die Menschen in Grönland geleistet", sagte Vance bei seinem Besuch.

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hatte zuvor "inakzeptablem Druck" aus Washington angeprangert.

Die Wissenschaftlerin Signe Ravn-Hojgaard aus Nuuk sagte der Nachrichtenagentur AFP, es gehe bei den Kommunalwahlen jedoch "nicht um die Zukunft Grönlands, sondern um Schulen, um lokale Themen".

Wahlumfragen wurden vor den Kommunalwahlen nicht veröffentlicht, aber Nielsens Mitte-Rechts-Partei hatte die Parlamentswahl im März klar gewonnen.

Nun sei interessant zu sehen, ob die Demokraten weiter "auf dieser Welle des Überraschungserfolgs reiten werden", sagte Carina Ren von der Universität Aalborg.

gha/mid

KW

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