2025-03-27 11:05:11
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Eine Sichel oder nur "angeknabbert": Partielle Sonnenfinsternis am Samstag

(AFP) Auf der nördlichem Erdhalbkugel wird am Samstag eine teilweise Sonnenfinsternis zu beobachten sein. Im äußersten Fall wird der Mond 90 Prozent der Sonne verdecken.

Hierzulande wird die Sonne aber nur "angeknabbert" erscheinen, wie es das Haus der Astronomie in Heidelberg beschreibt. Demnach wird es den höchsten Bedeckungsgrad mit 23 Prozent an der Mündung der Ems und auf Sylt geben.

Die partielle Sonnenfinsternis wird insgesamt von 09.50 Uhr bis 13.43 Uhr MEZ dauern.

Als erste werden die Menschen in Mauretanien und Marokko im Osten Afrikas das Himmelsschauspiel beobachten können, zuletzt ist es im Norden Sibiriens sichtbar, wie Florent Deleflie, Astronom am Observatorium Paris-PSL, sagt. Ihren Höhepunkt erreicht die teilweise Sonnenfinsternis demnach um 11.47 Uhr MEZ im Nordosten Kanadas und in Grönland.

Eine Sonnenfinsternis ereignet sich, wenn Sonne, Mond und Erde auf einer geraden Linie liegen und sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt.

Der Kernschatten des Mondes fällt dann auf die Erde und verdeckt die Sonne.

Dieses Mal gibt es keine totale Sonnenfinsternis, es wird sich also nirgendwo auf der Welt wegen der Konstellation von Erde, Mond und Sonne der Himmel verdunkeln.

Vielmehr wird der Mond maximal 90 Prozent der sichtbaren Oberfläche der Sonne verdecken. Diese maximale Verfinsterung wird laut dem Haus der Astronomie über Grönland und Neufundland erreicht.

Dort bleibe "von der Sonne nur eine schmale Sichel übrig".

In Kontinental-Europa hingegen erscheint die Sonne den Angaben zufolge nur "angeknabbert". Grad und Zeitpunkt der partiellen Sonnenfinsternis hängen nämlich davon ab, von wo aus man das Himmelsspektakel beobachtet.

Dabei gilt laut Haus der Astronomie: "Je weiter westlich und je weiter nördlich, desto größer der Bedeckungsgrad." Während in Wien am Samstag nur etwa fünf Prozent der Sonne verfinstert würden, seien es an der Ems-Mündung und auf Sylt gegen Mittag 23 Prozent.

"Mit bloßem Auge wird es keine Veränderung der Wahrnehmung geben", sagt der Astronom Deleflie zu dem, was in Westeuropa zu erwarten ist.

Mit bloßem Auge sollte man aber ohnehin nicht in die Sonne schauen - egal ob sie verfinstert ist oder nicht. Schließlich kann dies Verbrennungen am Auge und sogar den unwiederbringlichen Verlust der Sehkraft verursachen.

Das Tragen einer speziellen Schutzbrille ist daher unerlässlich, wie Deleflie mahnt.

Eine alte Schutzbrille aus einer Schublade oder Kiste hervorzukramen und aufzusetzen, kann da ebenfalls sehr riskant sein. Denn schon durch ein mikroskopisch kleines Loch in der Brille kann laut dem Fachmann so starkes Sonnenlicht ins Auge dringen, dass dieses Verbrennungen erleidet.

Versuche, die partielle Sonnenfinsternis mit einer normalen Handykamera festzuhalten, können sich die Beobachter sparen.

"Das Licht ist so intensiv, dass der verdunkelte Teil nicht zu sehen sein wird", stellt Deleflie klar. Für ein Foto von der teilweise verdunkelten Sonne ist ein spezieller Filter nötig.

Wer das Spektakel verpasst, muss sich nicht grämen.

Schließlich finden partielle Sonnenfinsternisse alle paar Jahre statt. Das Schauspiel am Samstag wird die 17. teilweise Sonnenfinsternis seit Beginn 2001 sein.

Außerdem wird es am 12. August 2026 eine totale Sonnenfinsternis geben, die auch in Europa zu beobachten sein wird.

yb/bfi

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