2025-04-03 12:29:09
Politik
Konflikte

Ungarn verlässt den IStGH

Bild mit freundlicher Genehmigung von : AFP (ATTILA KISBENEDEK)

Ungarn hat seine Absicht angekündigt, sich vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) zurückzuziehen, was eine internationale Debatte entfacht hat. Diese Entscheidung fällt zusammen mit dem Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu in Budapest. Gegen Netanyahu liegt derzeit ein Haftbefehl des IStGH wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor. Der ungarische Premierminister Viktor Orban hat den Haftbefehl kritisiert und als "völlig inakzeptabel" bezeichnet und seine Unterstützung für Netanyahu im laufenden Konflikt gegen die Hamas zum Ausdruck gebracht.

Beim Besuch begrüßte der ungarische Verteidigungsminister Kristof Szalay-Bobrovniczky Netanyahu am Flughafen, gefolgt von Gesprächen mit Orban. Ungarn hat auch EU-Resolutionen blockiert, die zu einem Waffenstillstand in Gaza aufrufen, wo jüngste Konflikte nach einem Angriff der Hamas zu erheblichen Opfern geführt haben.

Obwohl Ungarn das Römische Statut des IStGH im Jahr 2001 ratifiziert hat, hat es seine Verpflichtungen nie vollständig erfüllt und auf verfassungsrechtliche Bedenken verwiesen. Der Austrittsprozess aus dem IStGH wird voraussichtlich ein Jahr dauern, um abgeschlossen zu werden. Sollte der Rückzug vollzogen werden, wäre Ungarn das einzige EU-Mitglied, das nicht am IStGH teilnimmt.

Netanyahu lobte Ungarns Entscheidung und bezeichnete den IStGH als "korrupt" und stellte Ungarns Handlungen als bedeutend für Demokratien weltweit dar. Inzwischen haben internationale Persönlichkeiten, darunter der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, Skepsis hinsichtlich der Durchsetzung des IStGH-Haftbefehls geäußert, wobei Scholz die Unwahrscheinlichkeit einer Festnahme Netanyahus bei einem Besuch in Deutschland anmerkte. Dieser Schritt Ungarns wurde als Untergrabung des internationalen Rechts kritisiert, wobei die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock ihn als "schlechten Tag für das internationale Strafrecht" bezeichnete. Die Situation unterstreicht die komplexen geopolitischen Dynamiken und unterschiedlichen nationalen Standpunkte zur internationalen Justiz.

Deutsche Welle
3. April 2025 um 11:10

Ungarn verlässt den Internationalen Strafgerichtshof

Ungarn kündigt seinen Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) an, zeitgleich mit dem Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu in Budapest, auf den ein Haftbefehl wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Gazastreifen ausgestellt wurde. Premierminister Viktor Orban kritisierte den Haftbefehl als "völlig inakzeptabel" und unterstützt Netanjahu im Konflikt gegen die Hamas. Der ungarische Verteidigungsminister Kristof Szalay-Bobrovniczky empfing Netanjahu am Flugh..
DER SPIEGEL
3. April 2025 um 08:18

Ungarn zieht sich von Internationalem Strafgerichtshof zurück - DER SPIEGEL

Ungarn kündigt den Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) an. Der Schritt erfolgte zeitgleich mit dem Besuch von Israels Premierminister Benjamin Netanyahu in Ungarn, gegen den ein Haftbefehl wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen vorliegt. Ungarn war zwar 2001 das Römische Statut des IStGH ratifiziert haben, hat es aber nie offiziell verkündet und sich nicht an die Entscheidungen gebunden gefühlt. Der Rückzug aus dem IStGH würde Ungarn zu einem einzigen EU-Land machen, das nicht..
Thế giới - VnExpress
3. April 2025 um 10:11

Ungarn kündigt Rückzug vom IStGH an

Ungarn hat seine Absicht angekündigt, aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) auszutreten, nach dem Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu in Budapest. Laut Gergely Gulyas, dem Stabschef Ungarns, wird das Land den Rückzugsprozess am 3. April einleiten und dabei verfassungsrechtliche und völkerrechtliche Anforderungen anführen. Dieser Schritt erfolgt trotz der Mitgliedschaft Ungarns im IStGH, die das Land verpflichtet hätte, Netanyahu wegen angeblicher Kriegsverbre..
AFP
3. April 2025 um 11:54

Netanjahu bezeichnet in Budapest Rückzug Ungarns aus IStGH als "mutig"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Rückzug Ungarns aus dem Internationalen Strafgerichtshof gelobt und die Organisation als 'korrupt' bezeichnet. Trotz eines internationalen Haftbefehls gegen ihn war Netanjahu nach Budapest gereist, um mit Viktor Orban zu sprechen. Die Entscheidung Ungarns sei 'wichtig für alle Demokratien', sagte Netanjahu. Ungarn hat das Römische Statut des IStGH zwar ratifiziert, aber nie offiziell verkündet, sich an die Entscheidungen gebunden zu..
KW

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