2025-04-03 10:30:09
Politik
Regulierung

Ungarns mutiger Schritt

Bild mit freundlicher Genehmigung von : AFP (OHAD ZWIGENBERG)

In einem kontroversen Schritt hat Ungarn seine Absicht bekannt gegeben, sich vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) zurückzuziehen. Diese Entscheidung fällt mit dem Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu in Budapest zusammen, trotz eines Haftbefehls des IStGH gegen ihn wegen angeblicher Kriegsverbrechen im Gazastreifen. Die ungarische Regierung unter Premierminister Viktor Orbán hat den Haftbefehl als politisch motiviert abgetan und Netanyahu während des Besuchs seine Sicherheit zugesichert. Ungarns Entscheidung macht es zum ersten Land der Europäischen Union, das den IStGH verlässt, ein Gericht, das gegründet wurde, um schwere internationale Verbrechen zu verfolgen.

Der Besuch hat Kritik von verschiedenen Menschenrechtsgruppen und Oppositionsfiguren ausgelöst, die argumentieren, dass Ungarn das internationale Recht untergräbt, indem es den Haftbefehl nicht vollstreckt. Trotz der Unterzeichnung des IStGH hat Ungarn beschlossen, diplomatische Beziehungen zu Israel über seine Verpflichtungen gegenüber dem Gericht zu stellen. Diese Neuausrichtung unterstreicht Orbáns breitere politische Strategie, die oft darin besteht, EU-Normen zu trotzen und sich mit umstrittenen Figuren auf der internationalen Bühne zu verbünden.

Der mögliche Austritt aus dem IStGH könnte andere Nationen beeinflussen, die ähnliche Austritte in Erwägung ziehen, und möglicherweise die Autorität des Gerichts schwächen. Diese Entwicklung wirft auch Fragen über Ungarns Zukunft in der EU auf, da seine Entscheidungen zunehmend mit den kollektiven Prinzipien der Union kollidieren. Während Ungarn diesen beispiellosen Schritt unternimmt, beobachtet die internationale Gemeinschaft aufmerksam, sich der weitreichenden Auswirkungen auf die globale Gerechtigkeit und die europäische Einheit bewusst.

Frankfurter Rundschau
2. April 2025 um 15:30

Netanjahus Kurs

Der Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Ungarn und die weitere Besetzung Gazas durch Israel bringen eine friedliche Lösung des Konflikts nicht näher. Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán hat Netanjahu empfangen, obwohl der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hat. Netanjahu nutzt dies, um seine Verachtung für den Gerichtshof zu zeigen. Andere europäische Staaten sollten sich weiterhin zum Völkerrecht bekennen und die Demontage..
Deutsche Welle
3. April 2025 um 05:02

Naher Osten: Netanyahu ignoriert ICC-Haftbefehl und trifft in Ungarn ein

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu traf in Budapest, Ungarn, ein und ignorierte einen Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) wegen angeblicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Gazastreifen. Der Haftbefehl wurde 2023 erlassen, aber der ungarische Premierminister Viktor Orban lud Netanyahu ein und versprach, ihn nicht durchzusetzen, da er ihn als politisch motiviert bezeichnete. Netanyahus Besuch markiert seine erste Reise nach Europa, s..
Berliner Zeitung
3. April 2025 um 04:28

Trotz internationalen Haftbefehls: Netanjahu in Ungarn eingetroffen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ist trotz eines internationalen Haftbefehls von einem Gerichtshof in Budapest eingetroffen. Er wurde vom ungarischen Verteidigungsminister begrüßt und wird von Premierminister Viktor Orbán empfangen. Ungarn hatte sich nicht an die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) gebunden, da es keine offizielle Verkündigung des Inkrafttretens des Beschlusses gab. Der Haftbefehl gegen Netanyahu wird aufgrund von Kriegsverbrechen und Verbr..
The Guardian
3. April 2025 um 04:00

Netanyahu to visit Hungary as Orbán vows to defy ICC arrest warrant

Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu is set to visit Hungary, despite the International Criminal Court's (ICC) arrest warrant against him over alleged war crimes in Gaza. Hungary's Prime Minister Viktor Orbán has vowed to defy the ICC ruling and host Netanyahu, even though Hungary is a signatory of the ICC. The visit comes as Netanyahu has said Israel is "seizing territory" and intending to "divide up" the Gaza Strip. The ICC warrants have been criticized by rights groups, who say Hungary's..
KW

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